Sonntag, 3. Juli 2016

Und es geschah in derselben Nacht, da sprach der HERR zu ihm: Mach dich auf, geh in das Heerlager hinab, denn ich habe es in deine Hand gegeben! Richter 7,9

Als Gott diese Worte zu Gideon sprach, war der Mann Gottes bereits sehr verzagt. Vor ihm lag eine schier unlösbare Aufgabe: Er sollte Israel von der Knechtschaft der Midianiter befreien.  Das Volk Israel wurde von einer gewaltigen Heeresmacht belagert. Midian und Amalek und alle Söhne des Ostens waren in das Tal eingefallen, wie die Heuschrecken an Menge. Zahllos waren ihre Kamele, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge. V.12

Dieser Streitmacht gegenüber stand Gideon mit dreihundert Männern, die lediglich mit Hörnern, leeren Krügen und Fackeln ausgerüstet waren. Offensichtlich war das ein völlig aussichtsloses Unternehmen.

Gott spricht zu Gideon die Worte, die angesichts der offensichtlichen Übermacht des Feindes so unglaublich waren. Gideon musste nun dem HERRN vertrauen. Das ist das, was Gott von seinen Kindern erwartet. Immer wieder werden wir aufgefordert, den Glauben zu leben. Aber der Glaube ist immer ein Kampf. Wir lesen in 1. Timotheus 6,12: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens;

Wir sehen die Umstände des Lebens und vergleichen sie mit unseren bescheidenen Fähigkeiten. Die Lebensumstände können sich als unüberwindliche Berge vor uns auftürmen. Der Glaube setzt uns nun in die Lage, die Größe Gottes und seine Allmacht zu erkennen und in unsere Überlegungen mit einzubeziehen. Gott stellte an Abraham die rhetorische Frage: Sollte für den HERRN eine Sache zu wunderbar sein? 1. Mose 18,14

Dieselbe Frage stellt Gott auch Dir und mir, lieber Leser. Wir lesen in Psalm 143,10: Dein guter Geist leite mich in ebenes Land.

So, wie die Streitmacht der Midianiter von Gott vertilgt wurde, so räumt Gott auch die Berge der Anfechtungen aus dem Weg der Kinder Gottes. Im Glauben können wir die Schwierigkeiten des Lebens überschreiten, wie auf ebenem Land.


Lieber Leser, Gott ist allmächtig und bereit, Dich zu segnen.


Lothar Gies.

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