Montag, 16. Mai 2016

Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er verschwenderisch lebte. Lukas 15,13

Das Gleichnis von dem verlorenen Sohn beschreibt einen Menschen, der das Haus seines Vaters verlässt, um selbstständig zu werden. Er lässt sich sein Erbe auszahlen und reist in die Welt, wo er sein Vermögen vergeudet. Dieses Gleichnis ist ein Bild von einem Kind Gottes, das sich von Gott entfernt. Viele Kinder Gottes haben so etwas schon erlebt. Man ist immer treu im Glauben und im Lebenswandel gewesen bis man das Bedürfnis bekam, sich mit der Welt anzufreunden. Man glaubt, dass man immer noch nah genug bei Gott ist, und trotzdem alles etwas lockerer sehen kann. In unserem Gleichnis reist der Sohn weg, in ein fernes Land. Wir lesen in Jakobus 1,14: Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eignen Begierde fortgezogen und gelockt wird.
Niemals bleibt der verlorene Sohn in der Nachbarschaft Gottes wohnen. Immer landet er in weiter Ferne. Dort erlebt er aber das Reden des Heiligen Geistes nicht mehr, denn dieser hat sich zurückgezogen. Darum lesen wir in Epheser 4,30: Betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin!
Wie schade ist es, wenn sich ein Kind Gottes so weit entfernt, dass der Heilige Geist betrübt ist. Dann geht der Reichtum der Gotteskindschaft schnell verloren. Da ist keine Freude mehr und kein innerer Frieden. Da ist kein Leben in Christus mehr möglich, sondern ein Leben in Ratlosigkeit und Angst. Fern von der Gemeinschaft Gottes geht es dem Gotteskind, wie einst Lot, der nach Sodom zog. Dort herrschte tiefe Gottlosigkeit der Menschen und der unter ihnen wohnende Gerechte quälte durch das, was er sah und hörte, Tag für Tag seine gerechte Seele mit ihren gesetzlosen Werken 2.Petrus 2,8

Lieber Leser, Jesus sagt: Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Johannes 15,5
Gott segne Dich!

Lothar Gies

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