Dienstag, 24. Mai 2016

Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn zärtlich. Lukas 15,20

Dem Entschluss folgt nun die Tat. Der Sohn macht sich auf den Weg und kehrt nach Hause zurück. Dieser demutsvolle Schritt basiert auf der Erkenntnis, dass man falsch gelegen hat. Aus dem hartherzigen und stolzen Mann, der von der Richtigkeit seines Handelns völlig überzeugt ist, wird ein reumütiger Sünder, der weiß, dass er die Vergebung braucht. In Römer 12,2 lesen wir dazu: Werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes.
In unserem Gleichnis wird uns nun das Verhalten des verlassenen Vaters dargestellt. Der Vater ist ein Bild unseres Heilandes Jesus Christus. Er wartet auf die Rückkehr seines Sohnes. Als dieser noch weit entfernt ist, sieht der Vater ihn schon.
Wie der Vater in unserem Gleichnis wartet der Herr Jesus auf sein Kind, das ihn verlassen hat. ER weiß, dass du zurückkommen wirst, wie weit du dich auch immer von Gott entfernt hast. ER wartet nicht, bis du bei IHM angekommen bist, sondern ER eilt dir entgegen. Wir lesen in 1. Johannes 1,9: Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.
In unserem Gleichnis sehen wir den Vater, der voller Mitgefühl den verlorenen Sohn herzlich umarmt und zärtlich küsst. Da ist kein Vorwurf und kein kalter Gnadenakt, sondern bedingungslose Liebe. Nicht nur, dass Gott dem verlorenen Sohn alle Sünden vergibt, nein, er tut noch mehr: ER wird dir die Jahre erstatten, die die Heuschrecken gefressen haben. Joel 2,25
Gott weiß, wie hilflos wir oftmals der Versuchung nachgeben, aber sein Erbarmen hört niemals auf. Klagelieder 3,22


Lieber Leser, voll innigem Mitgefühl betrachtet der HERR Deinen Weg. ER will Dich segnen!

Lothar Gies

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