Mittwoch, 18. Mai 2016

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbtest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Psalm 23,5

David mag noch an Menschen gedacht haben, die er als seine Feinde betrachten musste. Unter den Mitmenschen haben wir eigentlich keine ausgesprochenen Feinde mehr. Vielmehr sind unsere Gedanken und Empfindungen oftmals Feinde.
Der gedeckte Tisch gibt uns ein Bild der Gastfreundschaft der damaligen Zeit, die sich im gemeinsamen Mal auszeichnete. Dabei galt zur Zeit Davids das ungeschriebene Gesetz, dass der Gast immer unter dem Schutz des Gastgebers stand. Der Gastgeber fühlte sich stets verantwortlich für das Wohl des Gastes. Wenn David nun den gedeckten Tisch anspricht, denkt er an die besondere Bewahrung durch den HERRN. Dieser sagt:
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit. Jesaja 41,10
Wenn die Angst mein Feind ist, der mich täglich quält und mein Denken beherrscht, dann sehe ich die Verheißung des HERRN, der mir zusagt, bei mir zu sein. Wenn wir ganz nah bei Jesus sind, werden wir seine Segnungen erfahren und erleben, dass die Gedanken der Angst und der Sorge, der Traurigkeit und der Sünde, uns nicht mehr beherrschen. Wir sind sozusagen mit dem Herrn Jesus an einem gedeckten Tisch, und die Feinde können sich nicht nähern. Ich muss also an diesem Tisch bleiben, so wie die Rebe am Weinstock. Dann bin ich sicher vor meinen Feinden.
Wie kann ich eine solche Stellung einnehmen? Nicht in eigener Kraft, sondern in der Kraft des Heiligen Geistes. Bei meiner Bekehrung zu dem Herrn Jesus habe ich die Salbung durch den Heiligen Geist empfangen, wie jedes Kind Gottes. Überreich bin ich seitdem beschenkt mit den Gaben des Geistes und zwar so reich, dass mein Becher überfließt.

Lieber Leser, in Christus ist der Reichtum, der das Erdenleben sinnvoll macht. Gott segne Dich!

Lothar Gies

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