Donnerstag, 26. Mai 2016

Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geboten hatte. Und sein Fleisch wurde wieder heil wie das Fleisch eines jungen Knaben und er wurde rein. 2. Könige 5,14

Das hatte Naaman nicht widerspruchslos getan. Zunächst war er entrüstet und betrachtete die Aufforderung als unzumutbar.
Er fand es unerhört, dass der Prophet nicht persönlich zu ihm herauskam. Er sagte sich: Siehe, ich hatte mir gesagt: Er wird nach draußen zu mir herauskommen und hintreten und den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und wird seine Hand über die Stelle schwingen und so den Aussätzigen vom Aussatz befreien. V.11
Stattdessen sollte er in dem trüben Wasser des Jordans baden. Das war eine weitere Zumutung: Sind nicht Abana und Parbar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser von Israel? Kann ich nicht darin baden und rein werden? V.12
So hatte Naaman sich die Heilung nicht vorgestellt. Er war empört und er wandte sich um und ging im Zorn davon. V.12
Viele Menschen, die das Evangelium von Jesus Christus hören, wenden sich entrüstet ab. „Jesus Christus soll der einzige Weg zu Gott sein?“ „Die einfache Hinwendung zu Jesus soll die Heilung bringen?“ „Der Mensch soll gerettet sein, nur weil er an Jesus Christus glaubt?“ Das kann sich der natürliche Mensch nicht vorstellen. Es muss doch andere, bessere und etwas anspruchsvollere Wege zu Gott geben.
Wie Naaman wenden sie sich ab und gehen davon.
Naaman aber ließ sich schließlich von seinen Dienern überreden, den Rat des Propheten zu befolgen. Da stieg er ab und tauchte unter im Jordan siebenmal, wie der Mann Gottes geboten hatte.
Dieser Schritt des Glaubens, den er widerwillig getan hat, hat ihn von seinem Aussatz völlig befreit.
Wenn der Mensch sich dazu entschließt, Jesus Christus als Herrn und Heiland anzunehmen und an ihn zu glauben, wird er von der Last seiner Sünden völlig befreit und hat hinfort einen offenen Zugang zu Gott.

Lieber Leser, wenn wir uns selbst vor dem HERRN demütigen, wird ER uns erhöhen. Gott segne Dich!

Lothar Gies

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