Dienstag, 17. Mai 2016

Als er aber zu sich kam, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger. Lukas 15,17

Als der verlorene Sohn sein Vermögen verloren hatte und mittellos war, fand er schließlich eine Stelle als Schweinehirte. Sein Elend war nicht zu beschreiben. Wir lesen: Er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Schweine fraßen, und niemand gab sie ihm. V.16
Wie elend und verlassen, aller Würde beraubt und tief beschämt, sehen wir ihn dort am Trog der Schweine sitzen.
In dieser ausweglosen Situation kommt der Mensch zum Nachdenken. Als er aber zu sich kam, und sich nichts mehr in Bezug auf seine Lebenssituation vorgaukelte, wurde ihm klar, was er aufgegeben hatte, als er den Vater verließ:  Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben  Überfluss an Brot, ich aber komme hier um vor Hunger.
Diese Erkenntnis des ungeheuren Verlustes hatte auch David, als er wieder einen klaren Blick für die eigene Lage von Gott bekommen hatte: Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes als wohnen in den Zelten des Unrechts.
Psalm 84,11
Wie gut ist es, dass wir den Geist Gottes in uns haben und dass dieser uns korrigiert und wieder auf den rechten Weg bringt. Der Psalmist David bekennt: Denn ich erkenne meine Vergehen, und meine Sünde ist stets vor mir. Psalm 51,5
Der verlorene Sohn erkannte seine Fehler und beschloss in seinem Herzen: Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin hinfort nicht würdig, dein Sohn zu heißen. V. 18
Wenn der verlorene Sohn an dieser Stelle angekommen ist, dann gilt das Wort Gottes: Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. 1. Johannes 1,9


Lieber Leser, Gottes Liebe ist unergründlich und sein Erbarmen ist jeden Tag neu. Gott segne Dich!

Lothar Gies

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