Freitag, 6. März 2015

Und der Herr sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Befiehl den Söhnen Israel, dass sie aufbrechen! 2. Mose 14,15

Der Mann Mose war verzweifelt. Er hatte das Volk Israel aus der ägyptischen Gefangenschaft heraus geführt. Nun erstreckte sich vor dem Volk das Rote Meer. Wenn sie sich umwandten deutete eine große Staubwolke das Herannahen einer Reiterschar an. Tatsächlich hatten die Ägypter ihre Bereitschaft, das Volk Israel ziehen zu lassen, unterdessen bereut und nahmen die Verfolgung auf. Schrecken machte sich im Volk Gottes breit und Mose schilderte in einem flammenden Appell an den HERRN die scheinbare Ausweglosigkeit der Situation. „Hinter uns die Streitmacht der Ägypter und vor uns das weite Meer. Das muss das Ende der Geschichte sein.“
Gott stellt Mose die Frage, die er Dir, lieber Leser, heute auch stellt: Was schreist du zu mir?
Es liegt in unserer Natur, die Umstände unseres Lebens mit unseren Sinnen wahrzunehmen und unsere Schlüsse daraus zu ziehen. Wir zählen zwei und zwei zusammen und erkennen die Ausweglosigkeit der Situation. Dann kommt die Angst und die Verzweiflung in unser Herz und wir beginnen, Gott zu fragen, warum er das Offensichtliche nicht sieht und entsprechend reagiert. Das liegt daran, dass wir Gott auf die Ebene des Menschen herabziehen. Das, was wir erkennen, muss Gott doch auch sehen.
Gott fügt seiner rhetorischen Frage „was schreist du zu mir?“ die Aufforderung bei: Befiehl den Söhnen Israel, dass sie aufbrechen!
Aufbrechen? Aber wie denn? Wir können ja nirgendwo hin. Vor uns liegt das Meer und wir können doch schließlich nicht hindurch schwimmen.
Im weiteren Verlauf der Begebenheit sehen wir die Herrlichkeit Gottes, die sich seinem Volk dort in der Wüste offenbart. Der HERR stellt sich hinter das Volk Gottes und schirmt es vor dem herannahenden Feind ab. Das Meer teilt sich und die Kinder Israel gehen über trockenes Land. Die Ägypter dagegen versinken in den Fluten. Dann jubelten die Kinder Israel und sangen Gott zur Ehre:
Singen will ich dem HERRN, denn hoch erhaben ist er;  Ross und Reiter warf er ins Meer. 2. Mose 15,1b

Lieber Leser, Gott ist größer als alle Deine Probleme. ER ist es wert, dass man seiner Zusage vertraut. ER sagt Dir heute: Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Sprüche 3,5

Gott, der Allmächtige, segne Dich mit jeder geistlichen Segnung!

Lothar Gies

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