Dienstag, 7. November 2017

Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens: Jeremia 15,16

Der Prophet Jeremia verfügte zu seiner Zeit noch gar nicht über das Wort Gottes in der Form, wie wir es heute haben. Es gab schon die Schriften des Mose, gleichwohl waren es Worte Gottes. Jeremia liebte diese Worte  und er war immer auf der Suche nach ihnen. Er hat sie nicht nur gelesen und auswendig gelernt. Nein, er hat sie gegessen. Das bringt zum Ausdruck, wie sehr er die Worte Gottes geliebt hat und wie ernst er sie nahm.
Das bringt uns auf die Frage, wie wir selbst heute mit dem Wort Gottes umgehen. Ist es uns so wichtig, wie damals dem Jeremia?
In Nordkorea werden Kinder Gottes um ihres Glaubens willen in Konzentrationslagern drangsaliert und getötet. Kinder Gottes können sich in diesem Land nur konspirativ treffen. Ein Flüchtling erzählt von der Hälfte eines zerrissenen Bibelblattes, das das einzige Stück Bibel ist, das die Gemeinde in einer Stadt im Norden des Landes  besitzt. Intensiv prägt sich der Gläubige die Worte auf diesem Bibelfragment ein und gibt den Zettel dann an einen anderen weiter.
Dieser kleine Bibelteil ist das kostbarste Gut, dass die Schar der Gläubigen in dieser Stadt besitzt.
Wir leben hier in einem Land, in dem wir freien Zugang zum Wort Gottes haben und in dem wir zwischen vielen Bibelübersetzungen auswählen können. Die Bibel ist heute nicht mehr nur in schwarzem Einband zu bekommen. Sie kommt auch in popigem Outfit daher.
Lesen wir denn regelmäßig im Wort Gottes? Ist es uns so wertvoll, wie unseren Brüdern und Schwestern in Nordkorea?
Oder teilen wir die Ansicht des lieben Bruders, der einmal in der Einleitung des Gottesdienstes verkündete, dass er selbst eigentlich nie in der Bibel liest, „denn er höre ja jeden Sonntag die Predigt.“
So werden wir die heilsame und reinigende  Kraft des Wortes Gottes nie erfahren.
Jeremia hat erfahren, dass die Worte Gottes lebendig sind und Veränderungen am inneren Menschen bewirken: und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens: Jeremia 15,16


Lieber Leser, lasse das Wort Gottes zu Deiner inneren Haltung werden. Gott segne Dich!


Lothar Gies

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