Mittwoch, 27. September 2017

Was du tun kannst, wenn du keinen Ausweg siehst

Und Daniel wurde aus der Grube hausgeholt, und keine Verletzung wurde an ihm gefunden, weil er auf seinen Gott vertraut hatte. Daniel 6,24

Daniel war ein gläubiger Mann Gottes, dem der HERR schon auf so vielfache und wunderbare Weise begegnet war. Gleichwohl erlebte er neben vielen Wegen auf „sonnigen Höhen“ auch immer wieder Wege durch das Tal der Todesschatten.
Am Hof des Mederkönigs Darius, an dem er eine herausgehobene Stellung innehatte, wurde er vom Neid und der üblen Nachrede seiner Mitmenschen verfolgt. Schließlich ließ ihn der König in die Löwengrube werfen. Nach menschlichem Ermessen war hier die absolute Endstation seines Lebens, denn aus der Löwengrube gab es keinen Ausweg.
Solch scheinbar völlig ausweglose Situationen gibt es im Leben der Kinder Gottes. Der Prophet Jesaja beschreibt diese Situation und den einzigen Ausweg:
Wer in Finsternis lebt und wem kein Lichtglanz scheint, vertraue auf den Namen des HERRN und stütze sich auf seinen Gott! Jesaja 50,10
Manchmal sehen wir keinen Ausweg aus unserer Schwierigkeit und kein Licht am Horizont. Dann wollen wir verzweifeln und glauben, dass Gott uns nicht mehr liebt. In solchen Situationen sind wir geneigt, alle Hoffnung fahren zu lassen.
Auf dem „Boden der Realität“ ist halt kein Platz für Illusionen. Dort sehen wir die Dinge, wie sie sind. Wir sehen die unbezahlten Rechnungen und unsere bescheidenen finanziellen Möglichkeiten. Wir sehen die kommende Entlassungswelle an unserem Arbeitsplatz und die Tatsache, dass wir selbst zu wenige Dienstjahre haben, um weiterbeschäftigt zu werden. Wir sehen die  Diagnose des Arztes und wissen, dass es keine Heilung für unsere Krankheit geben kann.
Da ist kein Licht mehr am Ende eines Tunnels. Da scheint alles verloren.
Daniel fiel in die Löwengrube und konnte mit seinem Leben abschließen. Aber was entdeckte man am nächsten Morgen? Daniel hatte die Nacht friedlich schlafend gemeinsam mit den Löwen verbracht. Der Allmächtige Gott hatte ihn vor den Raubtieren bewahrt. Für den Allmächtigen ist das kein Problem.
Über unserem Leben gilt ausnahmslos der Wille Gottes. Es kann uns nur geschehen, was er zulässt. Dabei dürfen wir darauf vertrauen, dass er nur das zulässt, was gut für uns ist. Die Bibel sagt uns: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, Römer 8,28
Kinder Gottes wissen, dass Gott alles vermag und dass es keine unlösbaren Probleme für ihn gibt.  Auf diesen wunderbaren Gott vertraute Daniel und blieb unverletzt. So sollen auch wir uns auf den Herrn stützen und niemals verzweifeln. Gott ist größer als alle Schwierigkeiten unseres Lebens.
Das möchte uns der Geist Gottes auch heute wieder ans Herz legen, damit wir dem Herrn vertrauen und selbst in der Löwengrube die Herrlichkeit Gottes sehen.

Gott segne Dich, lieber Leser!

Lothar Gies

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