Dienstag, 19. September 2017

Sicherheit und Geborgenheit ganz nah bei Gott

„Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter, mein Gott ist mein Hort, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste.“ Psalm 18,3

Die Erkenntnis, dass Gott mein Fels und meine Burg ist, basiert auf der inneren Haltung, ganz nah bei dem Herrn zu bleiben. Wir lesen im 91. Psalm:
Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und im Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott auf den ich hoffe. Psalm 91,1
Fels und Burg waren einst die Begriffe der Sicherheit und Geborgenheit. Kein Feind konnte den Schutzsuchenden innerhalb der Burgmauern erreichen. Hoch auf dem Felsen war man in der Lage, den Feind schon von weitem zu sehen.
David findet keinen passenderen Vergleich zu seinem lebendigen Gott, dessen Hilfe er so wunderbar erfahren hat. Es ist interessant, den ersten Vers dieses Psalms zu betrachten:
Dem Chorleiter. Von dem Knecht des HERRN, von David, der die Worte dieses Liedes zum HERRN redete an dem Tag, als der HERR ihn errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls. Psalm 18,1
Welch ein Fest der Seele ist es, wenn wir die Hilfe des HERRN in unserer Situation sehen dürfen. David ist es so ergangen. Voller Inbrunst lobt er den Allmächtigen, der ihn aus allen Gefahren gerettet hat.
Das, was der Psalmist hier schildert, erleben auch wir jeden Tag. Wir sind umgeben von Feinden, die in der Gestalt von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Finanzieller Not, Sorgen und Ängsten  unseren Weg belagern. Darum ist es so wichtig, eine enge Beziehung zu dem Herrn Jesus zu haben, der als unser guter Hirte die Führung durch alle Gefahren hindurch übernehmen will. David hat den HERRN nicht nur als Fels und Burg sondern auch als den Hirten der Seele erkannt. So lesen wir
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Psalm 23,1
Das Bild des Hirten ist wie die Burg ein Begriff der Sicherheit, denn das Schaf ist ohne einen Hirten rettungslos verloren. Wenn es hingegen dem Hirten folgt, wird es unter dem Schutz des Hirten sein.  Das will der Psalmist hier auch zum Ausdruck bringen, wenn er ausruft:
Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir;  Psalm 23,4
Nichts haben wir zu befürchten, wenn wir nah bei dem Herrn Jesus bleiben. Kein Feind ist in der Lage, uns zu schaden, wenn wir mit dem Herrn Jesus enge Gemeinschaft haben.
Die engste Form der Gemeinschaft war zu Zeiten des Psalmisten die gemeinsame Malzeit. Der Gast des Hauses stand unter dem Schutz des Gastgebers und niemand konnte ihn angreifen. Diese Lebensregel beschreibt der Psalmist im folgenden Vers:
Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Psalm 23,5
Solange wir auf dieser Erde sind, bietet uns der Herr Jesus seine Tischgemeinschaft an, indem er sagt:
Bleibt in mir und ich in euch. Johannes 15,4
Wenn wir dies befolgen, befinden wir uns dauerhaft unter dem Schatten des Allmächtigen und lernen unseren Heiland Jesus Christus neu kennen als den Felsen, auf dem wir stehen.

Lothar Gies

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