Sonntag, 8. Oktober 2017

„Ich legte mich nieder und schlief; ich erwachte, denn der HERR stützt mich.“

„In der Nacht kommen die Gedanken“, ist eine häufige Aussage von Menschen, die in meine Praxis kommen. Die Gedanken der Angst, der Sorge, der Sünde, der Traurigkeit beherrschen unser Leben.
Die Gedanken werden in der Bibel als die „feurigen Pfeile des Bösen“ bezeichnet. Wir lesen in Epheser 6,16:
Ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt.
Wie ergreift man den Schild des Glaubens? In Lukas 5 lesen wir die Begebenheit, als Fischer mit ihrem Boot am  Ufer liegen und der Herr Jesus  auf sie zugeht. Weil sie gar keine Fische haben fangen können, fordert der HERR sie auf, die Netze noch einmal auszuwerfen. Simon sagt darauf hin zu dem HERRN:
Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich die Netze hinab lassen. Lukas 5,5
Es war sicher nicht vernünftig, am Tag die Netze auszuwerfen, denn die Fische befinden sich dann auf dem Grund des Sees. Von daher hätte Simon dem Herrn Jesus widersprechen müssen. Aber der Herr Jesus ist die einzige Wahrheit (Johannes 14,6) und alles ist ihm untertan. Er ist größer als die Gesetze der Natur. Simon weiß das und deshalb zögert er nicht, gegen alle Vernunft die Netze hinab zu lassen.  Weil der Herr Jesus es gesagt hat, deshalb tut er es.
Das Wort Gottes ist die Wahrheit. Weil das Wort Gottes mich auffordert, um nichts besorgt zu sein (Philipper 4,7) will ich mich auch nicht mit Sorgen quälen. Weil das Wort Gottes mich auffordert, keine Furcht zu haben, (Johannes 16,33) will ich mich nicht mehr fürchten. Ich will ihm vertrauen, weil sein Wort es sagt.
Das bedeutet, den Schild des Glaubens zu ergreifen. So löschen wir die feurigen Pfeile, die uns nachts den Schlaf rauben.
So legen wir uns nieder, um zu schlafen und wie David erwachen wir am Morgen mit der Gewissheit, dass der Herr Jesus auch heute bei uns ist.

Lothar Gies

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