Donnerstag, 21. September 2017

„HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses und den Wohnort deiner Herrlichkeit.“ Psalm 26,8

David hatte eine ganz besondere Beziehung zu seinem Gott. Er liebte seine Gegenwart und seine Gnadenerweise. Und so liebte er auch jeden Ort, an dem er die Gegenwart des Allmächtigen in besonderer Weise spüren konnte. Das war zu Davids Zeiten der Tempel Gottes. Hier wohnte die Herrlichkeit Gottes noch hinter dem Vorhang des Allerheiligsten. Dennoch liebte David die Nähe seines Gottes.
Der Vorhang des Allerheiligsten existiert nicht mehr. Jesus hat ihn durch sein Erlösungswerk auf Golgatha beseitigt.
Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, Matthäus 27,51
Damit wurde der Zugang in das Allerheiligste, in das zuvor nur der Hohepriester einmal im Jahr gehen durfte, für alle Menschen frei. Nun führt der Weg zu Gott über den Herrn Jesus. ER sagt: Denn dies ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe. Johannes 6,40
Die selige Gewissheit, dass wir durch den Glauben an den Herrn Jesus ewiges Leben haben, bezeichnet die Bibel als einen festen und sicheren Anker der Seele, der in das innere des Vorhangs hineinreicht.
Hebräer 6,19
Jeden Tag unseres Lebens sind wir fest verbunden mit dem Thron Gottes in der Herrlichkeit. So dürfen wir uns noch viel mehr als David zu seiner Zeit der Gegenwart Gottes erfreuen. In ganz besonderer Weise ist die Herrlichkeit des Herrn in dem Herrn Jesus gegenwärtig da, wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, denn da bin ich mitten unter ihnen.
Matthäus 18,20
Hier spricht der Herr Jesus von der Gemeinschaft der Gotteskinder, die sich im Namen Jesus versammeln. Da ist der Segen in besonderer Weise gegenwärtig und dahin zieht es die Gotteskinder.
Fragen wir uns: leben wir wirklich so? Ist die Anwesenheit einer christlichen Gemeinde ein Auswahlkriterium für die Wahl eines neuen Wohnortes? Lieben wir die Gemeinschaft mit anderen Kindern Gottes? Suchen wir in unserer Gemeinde die Herrlichkeit des HERRN? Erwarten wir sein Reden?
Danach wollen wir uns neu ausstrecken, damit wir wie David sagen können:
HERR, ich liebe die Wohnung deines Hauses.
Gott segne Dich, lieber Leser!

Lothar Gies

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen