Donnerstag, 28. September 2017

Vom Umgang mit den Gedanken


Als viele unruhige Gedanken in mir waren, beglückten deine Tröstungen meine Seele. Psalm 94,19

Der Mensch ist, was er denkt. Die Gedanken aber können wir kaum beeinflussen. Sie beherrschen uns. Sie kommen plötzlich und nisten sich bei uns ein. Wir versuchen, den unangenehmen Gedanken auszublenden, indem wir uns ablenken lassen. Der Fernseher, die Arbeit, das intensive Nachdenken über irgendein anderes Thema sind geeignet, den Gedanken kurzfristig zu verdecken. Dann aber ist er wieder da.
Oft höre ich in der Seelsorge den Ausspruch: „Tagsüber geht´s ja noch, aber in der Nacht kommen die Gedanken.“
Die Gedanken werden im Wort Gottes als die „feurigen Pfeile des Bösen“ bezeichnet. Wir finden dort auch das Rezept, wie wir diese brennenden Pfeile löschen können. Wir lesen im Brief an die Epheser: Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. Epheser 6,16.
Wie wird dieser Glaubensschild ergriffen? Es ist die innere Festlegung auf das kostbare Wort Gottes. Auf dein Wort hin, Herr Jesus, will ich mir keine Sorgen machen, denn dein Wort ist die Wahrheit. In Gottes Wort finden wir den Trost und die Auferbauung,  die wir in unserer Situation so nötig brauchen. Der Prophet Jeremia hatte zu den Worten Gottes eine besondere Beziehung: Fanden sich Worte von dir, dann habe ich sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens. Jeremia 15,16
Diese Worte Gottes nehmen auf unsere unruhigen Gedanken großen Einfluss, ja, sie sind geeignet, unsere Gedanken zu reinigen und damit zu verändern. Dies finden wir in Epheser 5 so bildhaft dargestellt. Wir lesen dort, dass der Herr Jesus uns heiligt, uns reinigend durch das Wasserbad im Wort. Epheser 5,26
Was soll das Wort Gottes reinigen? Geist uns Seele sind schon rein durch das  Blut des Herrn Jesus. Jeden Tag aber müssen unsere Gedanken gereinigt werden.
Erinnern wir uns daran, dass der Mensch ist, was er denkt. Wenn nun die Worte Gottes unsere Gedanken reinigen und damit verändern, werden auch wir selbst uns verändern. So will es der Herr auch bei uns sehen. Wir lesen im Römerbrief: Werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes. Römer 12,2
Es geht also nur mit dem Wort Gottes, wenn wir unsere Gedanken beherrschen wollen, anstatt uns von ihnen beherrschen zu lassen.

Gott segne Dich, lieber Leser; und sein Friede bewahre dein Herz und deine Gedanken in Jesus Christus.
(Philipper 4,7)

Lothar Gies

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