Samstag, 16. September 2017

„Als mein Geist in mir ermattete, da kanntest du meinen Pfad. Psalm 142,4a

„Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“. Dieser Ausspruch ist in seelsorgerlichen Gesprächen oft zu hören. Man hat geplant und gehofft, und man erlebt Gegenwind. Alle Bemühungen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, endeten in einer Sackgasse.
Ein gläubiger Mann baute für sich und seine Familie ein schönes Haus. Er hatte einen sicheren Arbeitsplatz und ein geregeltes Familienleben. Dann kam die Krankheit und er musste für viele Wochen ins Krankenhaus. Die Ärzte stellten eine dauernde Behinderung in Aussicht und die sichere Arbeitsstelle geriet mehr und mehr in Gefahr. Was sollte nun werden? Wie sollte künftig das Haus bezahlt werden?
Der Mensch befand sich auf einmal in einem tiefen Tal. Alles wurde ganz dunkel und bedrohlich.
Das erlebte auch David. Der Psalm 142 ist überschrieben: „Von David als er in der Höhle war“. Davids Situation war scheinbar ausweglos. Er erlebte den Moment der tiefsten Verzweiflung. Sein Geist ermattete in tiefer Ratlosigkeit. In dieser verzweifelten Lage erkennt der Psalmist: „da kanntest du meinen Pfad.“
Der Liederdichter hat es so zum Ausdruck gebracht:
„weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl.
Das macht die Seele still und friedevoll.“
Wie gut ist es zu wissen, dass der HERR unseren Weg kennt. „Er weiß, was in der Finsternis ist.“ Daniel 2,22a
Darum wollen wir dem HERRN vertrauen und uns auf sein Wort stützen:
„Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er handeln.“ Psalm 37,4a

Lothar Gies

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