Dienstag, 29. August 2017

„Wie kostbar sind Deine Gedanken, o Gott; wie gewaltig ist ihre Summe“ Psalm 139,17

Dieser aus tiefer Überzeugung kommende Ausspruch des Psalmisten gründet auf Erfahrungen, die auch wir immer neu machen müssen. Wir erleben Entscheidungen Gottes, die wir mit unserem Verstand nicht fassen können und die unseren Widerspruch herausfordern.  Warum hat der Herr mein Gebet nicht erhört, meine Wünsche nicht erfüllt, die Türen verschlossen und meine Pläne vereitelt? Der Teufel ist dann sofort zur Stelle und macht uns klar, dass unser Gebet nichts nützt und wir allen Grund zur Verzweiflung haben.
In der Rückschau jedoch sehen wir, wie weise und wunderbar der Weg des Herrn war. Gott kennt uns und weiss, wie schnell wir ungeduldig und verbittert werden, wenn wir seine Wege nicht verstehen. Darum wendet er sich voller Liebe uns zu und ermuntert uns, ihm zu vertrauen: „Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Jes.55,9  In der Herrlichkeit werden wir einmal die Gedanken Gottes in ihrer ganzen Tiefe verstehen und Antworten auf alle Fragen unseres Lebens bekommen. Hier auf dieser Erde sind wir auf unsere Begrenztheit angewiesen und sehen staunend die Entscheidungen des Herrn. Jeremia beschreibt einen Menschen, der es fertig bringt, trotz allem Unverständnis dem Herrn zu vertrauen. So ein Mensch ist  „...wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist ... und der sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt.“ Jer. 17,8 Wie ein kleines Kind im Arm des Vaters, dass sich darauf verlässt, dass der Papa nichts böses mit ihm vorhat, so sollen wir unserem Gott vertrauen. Wir werden erleben, wie groß er ist  und wie sicher wir uns in seiner Nähe fühlen können. Er sagt: „Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich mit euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“ Jer, 29,11
Im 103. Psalm wendet sich der Psalmist zurück und erkennt die weisen Wege des Herrn in seinem Leben. Diese Sicht lässt ihn anbeten: „Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!“ Psalm 103,2
Ja, wir wollen uns stets daran erinnern, wie uns Gott durchgeholfen hat bis zu diesem Augenblick und darauf vertrauen, dass er uns auch weiter sicher führt.

Lothar Gies

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