Sonntag, 27. August 2017

Aus Seir ruft man mir zu: Wächter, wie weit ist es in der Nacht, Wächter, wie weit in der Nacht? Der Wächter sagt: Der Morgen ist gekommen, und doch ist auch noch Nacht. Jesaja 21,11

Dieser Ausspruch über Duma, den Nachkommen Ismaels, hat auch für uns heute eine tiefe Bedeutung.
Tag und Nacht, Licht und Dunkelheit, haben auf dieser Erde einen gemeinsamen Platz. Ganz am Anfang der Bibel wird diese Tatsache bereits festgelegt. „und Gott schied das Licht von der Finsternis“ 1.Mose 1,4
Als die Kinder Israel fortzogen aus Ägypten und die Ägypter ihnen nachjagten, stellte sich Gott in Gestalt einer Wolkensäule zwischen die beiden Lager. Die Ägypter sahen „Gewölk und Finsternis, aber für die Israeliten erleuchtete sie die Nacht. 2.Mose 14,20
Unser Herr Jesus ist das vollkommene Licht, „welches in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet.“ Joh.1,9 In dem Augenblick, als wir unser Leben unter die Führung Gottes gestellt und Jesus Christus als unseren Heiland und Erlöser angenommen hatten, wurden wir „Kinder des Lichts“ 1.Thess.5,5, und  „Himmelslichter in der Welt“ Phil. 2,15.
In dieser Welt sind wir umgeben von der Nacht der Sünde. Dunkel und bedrohlich umgibt uns das Böse. In dieser bedrückenden Umgebung müssen die Menschen ohne Jesus orientierungslos herumirren. Weil sie das Licht Gottes nie kennen gelernt haben, vermissen sie es auch nicht. Gleichwohl sucht der verlorene Mensch nach Antworten auf die brennenden Fragen seines Lebens. Aus der Dunkelheit kommen nur Antworten, die nicht weiterhelfen.
Da liegt unsere Aufgabe als Kinder Gottes. Wir sollen als Lichtträger des Ewigen den Menschen eine neue Orientierung geben. Voraussetzung dafür ist, dass wir unsere Leuchtkraft nicht verlieren. Dies geschieht immer dann, wenn wir uns von Gott entfernen, indem wir z.B. die Gottesdienste vernachlässigen und auch Gebet und Bibelstudium nicht mehr praktizieren. Dann zieht sich der Heilige Geist in uns zurück und wir gleichen einer Lampe, die nicht brennt.
Solange die Gnadenzeit noch dauert, gibt es auf dieser Erde neben der Nacht auch das Licht. Immer da, wo Kinder Gottes sind, erstrahlt das Licht des Herrn.
Ein altes Sonntagschullied drückt es so aus:

Jesus heißt uns leuchten mit hellem Schein
wie ein kleines Lämpchen brennend klar und rein.
Christen sollen leuchten in der dunklen Welt
jedes an dem Plätzchen, wohin Gott es stellt.

Strecken wir uns neu danach aus, für den Herrn Jesus zu leuchten, solange wir auf dieser Erde sind.

Lothar Gies

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