Mittwoch, 23. August 2017

Durch Glauben war Abraham, als er gerufen wurde, gehorsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne zu wissen, wohin er komme. (Hebräer 11,8)

Können wir nachvollziehen, was in Abraham vorgegangen ist? Mit all seiner Habe und seiner Familie zog er los in eine völlig fremde einsame Gegend.  Es standen ihm keine Hilfsmittel zur Verfügung. Es gab keine Wegbeschreibungen. Das Land vor ihm war fremd und leer. Alle Menschen und Tiere, die mit ihm zogen, waren darauf angewiesen, dass Abraham sie zu  Weideplätzen führt. Er aber kannte den Weg selbst nicht und ging einfach los, in die Richtung, die Gott bestimmt hatte.  Er hatte die Wahl, Gott zu gehorchen oder zu Hause zu bleiben. Er hatte keinerlei Möglichkeiten, sich über den Weg Informationen zu verschaffen. Was hat ihn bewogen, ein solches Wagnis einzugehen?
Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. (Römer 4,3)
Von diesem Glauben an den wahren und lebendigen Gott war er durchdrungen. Dieser Glaube gab ihm die Sicherheit, nicht in die Irre zu gehen sondern an das Ziel zu kommen.
In unserer heutigen Zeit gibt es keinen Flecken mehr auf der Erde, der unerforscht ist. Wir sind in der Lage, jeden Weg zu finden, denn die Satellitentechnik macht es möglich, jede Strecke vorauszuberechnen. So wird unser Glaube in vielen Lebensbereichen nicht gefordert. Fehlt dann eine solche sichtbare Sicherheitsgröße, (Navigationsgerät, Straßenkarte, Bankguthaben, Beziehungen etc.) fällt es uns oft schwer, Schritte des Glaubens zu tun. Vertrauen wir darauf, dass Gott uns durch alle Schwierigkeiten des Lebens sicher hindurchführt, auch wenn wir den Weg selbst nicht kennen? Lassen wir uns von Gott neu beschenken mit der Gabe des Glaubens (1. Kor. 12,9), dem Glauben, der sich nicht anlehnt an menschliche Hilfsmittel.
Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine feste Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht. (Hebräer 11,1)
Feste davon überzeugt, dass Gott größer ist als alle Probleme unseres Lebens, sind Gotteskinder immer auf der Siegesstraße denn Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Johannes 5,4)
Der selbe Gott, der Abraham durch ein unbekanntes Land an das Ziel führte, ist bei dir. Er will dich genau so sicher führen und freut sich darüber, wenn du ihm dein Vertrauen schenkst. Gehe Schritte des Glaubens mit dem Herrn und schaue nicht auf die Wellen der Schwierigkeiten sondern nur auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens. (Hebräer 12,2)

Lothar Gies

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